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Splatoon Raiders

Splatoon Raiders
Firmen
Nintendo, Nintendo EPD Production Group No. 5
Genres
Shooter, Adventure

Mister Blue

Frührentner
Ich hätte das gewählte Konzept auch irgendwo im Bereich "Salmon Run" als eigenständiges Spiel verstanden. Und ja, das ist so gar nicht meins. Finde Splatoon mitunter eh sehr anstrengend, gerade Salmon Runs. Das macht kurzweilig mal ne halbe Stunde Spaß, aber als Dauerstress oder Beschallung... puh.

Vielleicht nehme ich das irgendwann mal aus Neugier mit, falls es mal gebraucht irgendwo rumsteht. Aktuell habe ich weder die Zeit noch Bock, dafür Geld auf die Theke zu legen. Das ist wirklich etwas für Hardcore-Fans von Splatoon, die nicht genug bekommen können.

Ich hatte mal an der Vorbestellung festgehalten. Sicher kann man den 50er, den es kostet, zur Zeit besser anlegen. Und ja, irgendwie besteht das Spiel aus etwas, das ich mal als besseren Endgame-Content bezeichnen möchte. Der als solcher mehr als okay gegangen wäre.

Trotzdem macht es weitaus mehr Spaß, als man das angesichts des Videomaterials vermuten würde. Auf andere Art finde ich es schon nervig, dass es nicht erst mal so was wie einen Story-Modus gibt und man sich das das ganze Raid-Gedöns nicht für später aufgehoben hat. Da der Schwierigkeitsgrad in einer sehr steilen Kurve verläuft und es mal gut voran geht, man einmal Schatzsuche auf Schatzsuche abschließt, um an den darauf folgenden gleich mehrfach zu scheitern. Um sich kurz darauf zusätzlich noch des Tricks zu bedienen, durch man einige davon gleich noch auf einem höheren Spielerlevel angehen kann. Mit dem selben Ergebnis und es nicht unbedingt immer so gut voran geht, wie man das manchmal gern möchte.

Nichtsdestotrotz ist das reizvoll genug, um einmal drin, so schnell nicht wieder davon ablassen zu können. Wie lang mich das aber bei der Stange hält und ich nicht nach 10 Spielstunden + irgendwann die Nase voll davon habe, muss ich mir für ein späteres Fazit aufheben.
 

Krule

Frührentner
Ich hatte Splatoon Raiders zunächst direkt als uninteressant abgestempelt, als klar wurde, dass es nicht die Singleplayer-Erfahrung ist, die ich mir für Splatoon gewünscht hätte. Ich hatte eher auf einen konsequenten Ausbau der Stärken der Kampagnen aus den bisherigen Splatoon-Spielen und vor allem der Octo Expansion gehofft: viel Kreativität, viel Abwechslung und gewissermaßen den nächsten großen Schritt - vergleichbar damit, was ein 3D-Mario für Mario ist. Zugegeben: ein ziemlich ambitionierter, vielleicht sogar unrealistischer Wunsch.

Stattdessen scheint das Spiel eher eine Art Loot-Shooter geworden zu sein, der den Fokus auf Kämpfe legt und diese mit RPG-Mechaniken anreichert. In vielen Kommentaren wurden Vergleiche mit Destiny, Diablo oder Borderlands gezogen - und da war ich direkt raus.

Inzwischen lese ich allerdings immer wieder auch Vergleiche mit Saros und Returnal. Dazu kommt ein User Score von 93 %, womit das Spiel zu den bestbewerteten Titeln überhaupt gehört. Darauf allein würde ich zwar nicht allzu viel geben, aber gerade der Vergleich mit Saros hat mich doch ins Grübeln gebracht. Ich glaube, bei meiner nächsten Bestellung landet das Spiel tatsächlich doch noch im Warenkorb.

An weiteren Erfahrungsberichten bin ich also durchaus interessiert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mister Blue

Frührentner
Ich würde es mehr mit diesem Avengers-Game vergleichen, bei dem es nach ähnlichen Prinzip ablief. So von wegen Lvl. erneut aufsuchen, Loot und XP abgreifen, usw.

Ähnlich wie dort könnte man sicher noch ein paar mehr Spielmodi oder Abschnitte implementieren. Was leider nicht gerade Nintendos Stärke ist oder bei denen immer ein wenig dauern kann. Auf andere Art könnte sich das gut zur eigenen Serie entwickelnn. Denn selbst, um dem Elefanten im Raum einen Namen zu geben, wenn es sich dabei "nur" um einen besseren Standalone-DLC handelt, fand ich das motivierend genug, um auch im Falle einer Fortsetzung wieder dabei zu sein.
 

Krule

Frührentner
Ich bin jetzt ~10h im Spiel und hätte mir - wie oben beschrieben - eigentlich eine andere Richtung für Singleplayer-Splatoon gewünscht: mehr Scope, kreative Challenges, Platforming und Erkundung, aufbauend auf den Stärken der bisherigen Kampagnen.
Splatoon Raiders macht es mir aber schwer, mich darüber zu beschweren, weil das Loot-Shooter-Konzept eine enorme Sogwirkung entwickelt und spielerisch einfach verdammt viel Spaß macht.

Die RPG-Progression bzw. das klassische "Numbers go up" spricht das Belohnungszentrum des Gehirns sehr stark an, kombiniert das Ganze aber mit dem hervorragend geschliffenen Moment-to-Moment-Gameplay von Splatoon. Mechanisch ist das ausgesprochen befriedigend.

Die Kehrseite: Abseits dieser Progressionsspirale bietet das Spiel bisher nicht besonders viel. Die an Salmon Runs angelehnten Missionen ähneln sich strukturell stark und wirken dadurch etwas repetitiv. Besonders innovativ oder kreativ ist Raiders daher nicht - es geht letztlich vor allem um die Kämpfe und die nächste Belohnung.

Abwertend könnte man das Ganze also als "Progression-Slop" bezeichnen und mit einem Vampire Survivors vergleichen. Und trotzdem muss ich zugeben: Dieser Progression-Slop macht mir erstaunlich viel Spaß. Ich bin daher durchaus froh, dem Spiel eine Chance gegeben zu haben auch wenn ich ein eher ambivalentes Verhältnis zum Grundkonzept habe.
 
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