Übrigens, weil ich grad mal fünf Minuten Zeit hab ...
Irgendwann Anfang des Jahres hat TCL die Firmware-Version V613 "releast", die nach meiner Kenntnis mit den allermeisten Modellen der letzten drei, vier Jahre kompatibel ist. Diese Firmware hab ich auch installiert, allerdings war das, na ja, etwas abenteuerlich und ging nicht, wie man das gewohnt ist, "OTA" vonstatten.
Stattdessen betreibt TCL einen eigenen, "offiziellen" Telegram-Kanal, auf den man nur zugreifen kann, wenn man halt ein Handy und die Telegram-App installiert hat. Dann sucht man in diesem fortlaufenden Feed aus TCL-Nachrichten nach seinem TV-Modell und klickt den Link an, der einen zu einem Filesharer bringt, bei dem ohne Abo mit gedrosselter Geschwindigkeit geladen wird.
Lol.
Wenn die (ca. 2 GB große) Datei schließlich geladen ist, braucht es einen PC und einen USB-Stick, und zwar nicht irgendeinen dahergelaufenen Zwölfneunundneunzich-USB-Stick von Tedi. Nein, der Stick muss FAT32-formatiert sein, was nur auf absolut vorsintflutliche Geräte zutrifft, die maximal 4 GB Volumen haben. Mit meinem To-Go-Stick, einem 128-GB-Modell von Sandisk, war es schlicht nicht möglich, über Windows-Bordmittel auf FAT32 zu formatieren.
Glücklicherweise muss man nun nicht eine Zeitmaschine bauen und ins Jahr 2012 reisen ... nein, das Internet bietet diverse kleine Progrämmchen an, mittels derer auch ein halbwegs moderner Stick auf dieses Format formatiert werden kann.
Ist diese Hürde genommen, muss nur die zuvor geladene TCL-Firmware-Datei (gepackt) auf den Stick gezogen werden, dieser an den Fernseher geklemmt, und im Menü schließlich "USB-Aktualisierung" angeklickt werden.
Wenn alle Schritte korrekt durchgeführt wurden, updatet die Glotze auf die entsprechende Version, in dem Fall V613.
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Das ist natürlich
nicht das Standard-Prozedere des Updatens eines TCL-Fernsehers, nein, normalerweise werden auch bei TCL die Updates "OTA" ausgerollt. Da das allerdings ein ziemlich schleppender Vorgang zu sein scheint, empfiehlt sich für halbwegs Technikversierte trotzdem die USB-Aktualisierung.
Wobei in diesem Fall festzustellen ist: Mal von einer ominösen "Super Resolution"-Funktion abgesehen, die das (F)HD-Bild von WaipuTV allerdings nicht sichtbar verbessert, ist das Update, ganz im Gegensatz zum letzten, das tatsächlich OTA kam, ziemlich unspektakulär.
Immerhin: Übersetzungsstilblüten wie "Schließen" statt "Aus" gehören nun auch der Vergangenheit an. Aber hey, der Gag mit der "Speisekarte" zündet doch immer noch, oder?
