Fallout 76

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Robert_

Robert_

Neuankömmling
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Ich bin bisher auch völlig zufrieden mit dem Spiel. Es macht richtig Laune, aber eine Frage habe ich natürlich : Kann man begonnene Quests auch wieder abbrechen oder zumindest ausblenden? Die Hinweise bzw die Auflistung auf dem Bildschirm ist doch ziemlich lästig, wenn man vielleicht zwischenzeitlich etwas anderes auskundschaften möchte...
 
StephanKo

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So, nach knapp 210 Stunden habe bin ich jetzt erstmal "fertig" mit Fallout 76, Zeit für ein Abschlussfazit :D

Vieles habe ich ja eh hier schon geschrieben, im insgesamten bleibt es auch dabei. Das Spiel macht durchaus Spaß, gerade für die, die das "typische" Fallout Feeling ab Teil 3 spielen wollen; sprich das Erkunden einer interessant gestalteten Welt und vieles, was aus der Welt vor dem Atomkrieg erzählt. Man kann es auch alleine sehr gut spielen, dank einer doch sehr guten Community die einen weder groß nervt oder angreift, sondern eher hilfsbereit zur Seite steht und auch einfach nur ihr Ding macht. Ob dass das Ziel bei Erstellung dieses eigentlichen MMOs war, wage ich zu bezweifeln. Ist für mich aber ein defintiv positiver Aspekt :)

210 Stunden sind für ein Einzelspielerspiel eine ordentliche Anzahl, für ein MMO anfangs sicher auch okay. Fraglich ist halt der Veröffentlichungszeitraum: Klar, vor Weihnachten. Aber an dem Zeitpunkt wo es erschien, war das Spiel einfach unfertig. Das ist heutzutage kein Einzelfall und bei einem Spiel der Größe auch nicht zu erwarten. Aber, ich spiele es seit der Beta, es hatte wirklich immens viele, teils sehr spielspaßbremsende Bugs und den Shitstorm - obwohl ich alles andere als ein Freund davon bin - hat sich Bethesda in Teilen nun wirklich selbst zuzuschreiben.

Inzwischen läuft es zumindest auf der Xbox One X eigentlich recht stabil. Bugs wie das Problem mit den falschen Gewichtsangaben wurden behoben, inzwischen wird man auch vorgewarnt das jemand auf dem Server bereits an gleicher Stelle gebaut hat; wechselt man den Servert, steht auch das eigene Camp wieder da, wo es sein soll. Alles in allem läuft es stabiler als zum Anfang.


Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Und so sehr ich es - größtenteils - genossen habe, einiges fand ich auch nicht so toll. Da wären die nicht vorhandenen NPCs; ja, das wurde halbwegs erklärt das da keiner mehr lebt und "kann" auch die Immersion stützen das man da wirklich "allein" mit einer Handvoll Leute unterwegs ist. Aber so wirklich glaubhaft wirkte das für mich nicht. Aus den Texten lässt sich entnehmen das einige noch eine ganze Weile nach den Atombomben lebten..und dann waren die in kürzester Zeit..kurz bevor ich rausging..alle tot?! Für mich hört sich das eher so an, als würde es den Spielfluss stören; was ja auch richtig ist, wer beispielsweise schon mal darauf warten dürfte bis manche beim Handel mit dem herumlaufenden Supermutanten fertig waren, der weiß dass das nerven kann. Kann man aber halt auch anders lösen, siehe Final Fantasy XIV, da kann man problemlos gleichzeitig die Leute ansprechen.

Dann Story und das Spiel"ziel"; Nehmen wir mal eine Handvoll durchaus interessanter Quests aus, so haben die mich wirklich kalt gelasssen. Das war bei den Vorgängern bei mir zwar auch eher "machen wir irgendwann mal", aber da konnte man zumindest Teile der Geschichte selbst entscheiden, das ist hier gar nicht mehr gegeben. Ich mache zwangsläufig das, was vorgegeben ist und da ist es auch egal das beispielsweise eine Gruppierung seit Anbeginn der Reihe die Bösen sind. Denen möchte ich gar nicht helfen..muss ich hier aber, um an bestimmte hilfreiche Baupläne zu kommen und überhaupt das Endszenario erleben zu können..auch da wäre eine Auswahl gut gewesen. Identifizieren konnte ich mich mit den Zielen jedenfalls nicht.

Dann die einzunehmenden Werkstätten. Keine schlechte Idee, aber die Umsetzung hakt. Nachdem man eine Werktstatt in Besitz genommen hat reist man da ab und an hin um ein bis vier Wellen von Gegnern abzuschießen, kriegt eine Belohnung, fertig. Theoretisch könnte man die Gebiete noch schön ausbauen, praktisch habe ich noch keinen gesehen das wirklich gemacht hat. Wozu auch, beim Verlassen des Spiels ist eh alles weg.

Die Events können ganz spaßig sein, es sind halt nur noch zu wenig davon da. Nach dem zweiten, dritten Spielen nerven sie eigentlich eher nur, man hofft einfach auf einen guten Bauplan. Was auch so ein Thema ist; das Zufallsprinzip gefällt mir..aber das ich nach über 200 Std. noch immer keinen Bauplan für ein verbessertes Geschütz gefunden habe verwundert dann schon. Klar, man kann auch immer bei den Händlern hoffen. Aber da macht sich auch eine gewisse Monotomie bemerkbar; Großmengen Schrott herstellen, zum ersten Händler, die 200 Goldstücke leerkaufen, ab zur nächsten Händlerfraktion.

Als letzter Kritikpunkt die Server. Ich hoffe sehr Bethesda hält sein Versprechen und lässt eigene Server zu. Von den anderen 23 Spielern auf meinem Server kriege ich eher weniger was mit, meist nur wenn eine Atombombe geschissen wurde. Je nachdem ist der Server auf dem man landet aber schon "leer" gelootet, was frustrieren kann. Als Beispiels meine Rüstung, welche zur Reperatur immer eine gute Menge ballistische Fasern braucht (warum auch immer, zur Herstellung brauchte man dies ja nicht). Diese finden sich meist in Armeelagern. Ich reise also regelmäßig zum Militärcamp relativ am Anfang nur um dann festzustellen das die dortige Armeetaschen und milit. Klebeband bereits weg sind. Grr..


Aber wie gesagt, trotz ab und an aufkommenden Gelüsten ins Gamepad zu beißen, ich hatte auch viel Spaß in West-Virginia :) Nur leider bin ich inzwischen an dem Punkt, an dem es eigentlich nichts mehr zu entdecken gibt, und dann flaut die Motivation halt schon ab; was normal ist und bei der Spielzeit auch vollkommen in Ordnung.


Bleibt die Frage, was kommt denn noch? Die Vault beispielsweise, da freue ich mich drauf :) Nur wann? Bethesda gibt sich da recht wortkarg, aktuell weiß man nur das im März eine Optimierung des PvP erfolgen soll. Hier hoffe ich auf entweder eigene Server oder entsprechende PvP Bereiche, was sicher die optimale Lösung wäre, so das man auch weiterhin auch im Einzelspieler ungestört unterwegs sein kann.

Wünschen tue ich mir für die Zukunft - neben mehr Content zum Entdecken natürlich - vor allem, das man mehr Entscheidungs- und Baumöglichkeiten hat. NPCs wären nicht verkehrt, da muss man schauen was kommt. Ich hoffe einfach mal, Bethesda geht da einen ähnlichen Weg wie bei Elder Scrolls Online und wertet das Spiel weiterhin mit Add-Ons weiterhin auf. Ich sehe da noch enormes Potenzial in vielen Bereichen :)
 
durwel

durwel

Frührentner
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Ich als Fallout Fan und reiner Singelplayer, nutze das Spiel als Singelplayer. Es macht mir sehr viel Spaß. Hatte auch schon nette kurze Begegnungen mit „realen Mitspielern“ denen ich, oder die mir kurz ausgeholfen haben. Negativ waren diese zusammentreffen bis jetzt zum Glück noch nicht.
Bei allen technischen Problemen, welche sogar ich erkenne, oder die nicht aktuelle Grafik, hat sich bei mir Suchtpotential entwickelt und ich werde gleich mal wieder durch das „bunte Ödland“ reisen :cool:
Ich kann es nur jedem empfehlen mal reinzuschnuppern.
 
Zäpp

Zäpp

Frührentner
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Ich denke auch, dass Fallout einfach ein Singleplayer Spiel bleibt. Da hat Bethesda einfach nicht weit genug gedacht. Merkt man schon daran, dass man nicht gemeinsam Holodecks hören kann. Alleine durchs Ödland zu stromern macht schon Spaß (habe aber keinen Vergleich wie es mit Freunden ist).
 
Arquebus

Arquebus

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