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[Diskussion] Eure Liebeserklärung an Spieleperlen der Computer- und Videospielgeschichte

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StephanKo

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Hallo zusammen,

in dem Thread soll es um alle möglichen Computer- und/oder Videospiele gehen, die eure Spieleleben nachhaltig geprägt haben. Gerne auch etwas ausführlicher, vielleicht gibts ja auch die ein oder andere Geschichte, die ihr zu einem Spiel zu erzählen habt :)

Ich mache mal den Anfang mit Fallout 3 :)

Fallout 3 war eines meiner ersten Spiele auf der (recht spät gekauften) Xbox 360; vorher hatte ich einige Jahre lang eine Spielpause eingelegt und wenn überhaupt mal Civilzation 4 gespielt. Nun bin ich nicht wirklich ein Shooterspieler, die Ego-Perspektive lag mir seinerzeit auch nicht wirklich, aber das Spiel hatte durch die Verpackung meine Aufmerksamkeit geweckt; und es gab da ja auch noch das V.A.T.S. sowie die Sicht hinter der Spielfigur, also wurde es gekauft.

Aller Anfang ist bekanntlich schwer, und nachdem ich bereits bei der Flucht aus der Vault kläglich gescheitert war, wurde das Spiel erstmal auf die "Fehlkauf" Liste gesetzt. Einige Monate später muss ich dann wohl gerade nichts vernünftiges zu spielen gehabt haben, so das Fallout wieder in meinem Laufwerk landete. Und blieb. Zwar war mein Versuch aus der Vault vernünftig und lautlos zu entkommen wieder mal kläglich gescheitert aber immerhin, ich war draußen. Und dann der erste Blick als man aus dieser Vault auf das riesige Ödland blickt; unbeschreiblich. Ohne eigentlich wirklich zu wissen, was man denn jetzt machen solle. Okay, da sagte wer was von einer Siedlung namens Megaton, die ich dann auch kurze Zeit später mehr oder weniger problemlos erreicht habe. Die Feinheiten des Spiels blieben zwar erstmal weiterhin verborgen, aber immerhin das kleinere RAD-Ungeziefer hatte ich ja überlebt.

Megaton war sowas wie eine erste Zuflucht für mich. Es gab lauter kleine und größere Aufgaben zu erledigen, die ersten Gesprächspartner und Moira Brown..die etwas verrückte Ladenbesitzerin bei der ich eine ganze zeitlang erstmal meinen Schrott losgeworden bin, um überhaupt mal zu Kronkorken zu kommen. Auch hier lief beileibe nicht alles toll; die Atombombe wurde entschäft, Megaton gerettet, nur beim Sheriff war ich leider zu spät dran. Trotzdem wurde es im weiteren Verlauf so etwas wie meine Heimat (und mein zuhause, bis ich dann mal raushatte wie ich den Schlüssel für die eigene Bleibe bekomme) und Startpunkt meiner Expiditionen ins Ödland, die, wen wunderts, eher vorsichtigen Schrittes voran gingen. Gut in Erinnerung blieben hier meine ersten Versuche nach Springvale und die dortige Grundschule oder die Kämpfe im Super Duper Markt für den Ödland Überlebensführer.

Irgendwann liefs dann besser und besser und das Ödland konnte weiter erkundet werden. Das war eigentlich auch mein Hauptantrieb. Hauptstory schön und gut, ich wollte entdecken gehen, andere Vaults und Verrücktheiten dieses Ödlands kennen lernen. Das führte anfangs eher zu geringfügigen Erfolgen (nach Covenant bin ich einfach nur schnell gerannt und allem aus dem Weg gegangen), aber es gab einfach so viel faszinierendes zu erleben. Was irgendwann auch dazu führte, dass ich mir das (überaus gute) Lösungsbuch beschafft habe. Nicht um einen Lösungsweg nachzuschlagen, sondern einfach um zu schauen ob ich nicht doch irgendwo was interessantes übersehen habe. Die Hauptstory war für mich nicht relevant; immer mal ein Stückchen ja, aber das Ende des Hauptspiels habe ich erst nach weit über 100 Stunden gesehen; zu dem Zeitpunkt war auch zum Glück schon die Erweiterung Broken Steel raus.


Am meisten hat mich an diesem Spiel die dargestellte Welt fasziniert. Diese Mischung aus einem zerstörten zukünftigen Amerika im Stile der 50er Jahre, welches einerseits natürlich technologisch weit fortgeschrittener in einigen Bereichen erschien, aber trotzdem immer noch mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatte; Rohstoffknappheit, Kriege, etc. Wer sich die Mühe machte und die zahlreichen Einträge in den Computersystemen wirklich gelesen hat, der konnte mehr über diese Zivilisation erfahren. Wirklich traumhaft waren die Errungenschaften oder auch Arbeitsbedingungen und die Korrpution wohl nicht wirklich. Bethesda hat es in diesem Spiel geschafft einen guten Einblick in diese fiktive Welt zu erschaffen, so das man sich als Teil des ganzen wahr genommen hat. Und überall gabs was Interessantes; seien es die Vaults mit ihren Geschichten oder beispielsweise die Geschichte der Familie in Andale; teils schockierend, teils skuril.

Als ich mit dem Spiel weitgehenst durch war (alles habe ich sicher nicht endeckt), war da eine gefühlte Leere. Fallout New Vegas schickte sich einige Zeit später daran, diese Leere zu schließen, hat das auch einigermaßen erreicht. Von vielen wird es auch als das bessere Fallout der Konsolengeneration PS3&Xbox 360 angesehen, dem ich auch nicht widersprechen möchte. Mich persönlich hat aber das zerstörte Ödland der Hauptstadt mit seinen düsteren Welt und den noch düsteren Ubahn Schächten mehr beeindruckt. Fallout 4 sollte später die Lücke füllen, welches ich noch länger gespielt habe.


Fallout 3 war für mich der Auftakt in die Reihe, die älteren Titel sowie den schwächeren Brotherhood of Steel und Fallout Tactics habe ich meist nur kurz angespielt. Ich mag dieses Franchise sehr gern und es ist neben dem Witcher aus eines der wenigen, wo ich mir tatsächlich mal Fanmaterial zu geholt habe; neben zwei Postern, dem richtig guten "The Art of Fallout 4 Buch" schmücken auch mehrere Wackelfiguren inzwischen meinen Schrank. Auf Fallout 76 blicke ich jetzt mit einiger Skepsis, anspielen werde ich es aber auf jeden Fall. In der Hoffnung, dass der nächsten Konsolengeneration ein neues, großes Fallout bevorstehen wird :)
 
N7 Kosh Kenobi

N7 Kosh Kenobi

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Klasse Thema von Dir. @StephanKo
Interessante Geschichte zu Fallout.

Finde die Reihe auch absolut Klasse. Entspannung, Forscherdrang, sarkastisch an allen Ecken und Enden, genial.
Habe da auch einige Spielreihen.

Aber, wirklich richtig geprägt hat mich die
"Eye of the Beholder" - Trilogy
von SSI im AD&D Universum.

Erst die Teile 1 & 2 auf dem Amiga und später Teil 3 auf dem PC. Der dritte Teil kam leider nur für den PC. Genau genommen war Eye of the Beholder 3 der einzige Grund weshalb ich einen PC wollte damals. Obwohl zu der Zeit so Perlen wie Rebel Assault etc. erschienen.

Selbst heute noch vergleiche ich aktuelle Rollenspiele mit der EOB Trilogy. Diese Stimmung und die geheimnisvollen Dungeons, die Musik, die Charaktere. Die Gegner. Was die Leute damals mit den grafischen Möglichkeiten geschafft hatten, gelingt heute nicht mehr Vielen trotz der aktuellen Technik.

Man was hab ich da während dem Zocken Karten gezeichnet, teils mit nem Kumpel zusammen. Einer hat gezockt, der Andere die Karten gezeichnet.

Wenn ich mich nicht grade Kosh nenne, heißen meine Avatare und Charaktere "San Raal" der geilste Magier aus Eye of the Beholder^^

Durch die EOB Trilogy bin ich überhaupt erst auf mein Lieblingsgenre, den RPG´s, gekommen. Auch außerhalb der virtuellen Welt hat mich die Reihe beeinflusst. Erst dadurch kam ich dann später auch zu den Pen&Paper Rollenspielen. Das schwarze Auge usw. Sogar das Lesen, eines meiner größten Hobbies, hat seinen Ursprung in der EOB Trilogy.

Schon Hammer wenn man so drüber nachdenkt was ein Spiel ausmacht.

Weitere Reihen wären:
Assassins Creed, Monkey Island, XCOM Reihe (Alte und Neue) und Elder Scrolls wie Fallout.
Sprengt jetzt aber hier den Rahmen um da ähnlich in´s Detail zu gehen.
 
AlterZockherr

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das Spiel, mit dem ich bisher mit Abstand die meiste Lebenszeit "verschwendet" habe und auch am am längsten am Stück gespielt habe, ist eindeutig Civilization. Im Studium hat mich das seinerzeit bestimmt zwei Semester gekostet, weil ich nicht die Finger davon lassen konnte! Aber es hat mich immer schon fasziniert, wenn ich virtuelle Länder entdecken, erforschen und ggfs. unterwerfen konnte. Strategie und Aufbau war insofern viele Jahre lange mein Lieblingsgenre. Auch Sachen wie Siedler, Anno oder Age of Empire habe ich immer gerne gespielt. Aber Civilization war halt vergleichsweise immer besonders komplex und tiefgründig. Jedes Spiel war anders und man konnte verschiedene Strategien erproben. Außerdem hat irgendwo auch die dunkle Seite befriedigt. Alle Gegner niedermachen, auch mal 'nen Atomkrieg führen, also richtig die Sau rauslassen, das war schon cool. :devilish::D

Platz zwei geht an Zelda - a link to the past (SNES), weil es seinerzeit mein erstes Action-Adventure war, welches mich durch seine grandiose Atmosphäre und Spielbarkeit richtig tief in seinen Bann gezogen hat und ich hierdurch meine Liebe zu diesem Genre entdeckt habe. :love:

Platz drei geht an die ganzen Super Mario-Spiele, die mich schon auf dem NES begeistert haben und die tatsächlich ja eine Weiterentwicklung von Donkey Kong waren, einem Uralt-Klassiker, den ich damals schon sehr gerne zu Atari-Zeiten gespielt habe. Seitdem zählen Jump'n Runs insgesamt auch zu meinen Lieblingsgenres. :)
 
StephanKo

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das Spiel, mit dem ich bisher mit Abstand die meiste Lebenszeit "verschwendet" habe und auch am am längsten am Stück gespielt habe, ist eindeutig Civilization. Im Studium hat mich das seinerzeit bestimmt zwei Semester gekostet, weil ich nicht die Finger davon lassen konnte! Aber es hat mich immer schon fasziniert, wenn ich virtuelle Länder entdecken, erforschen und ggfs. unterwerfen konnte. Strategie und Aufbau war insofern viele Jahre lange mein Lieblingsgenre. Auch Sachen wie Siedler, Anno oder Age of Empire habe ich immer gerne gespielt. Aber Civilization war halt vergleichsweise immer besonders komplex und tiefgründig. Jedes Spiel war anders und man konnte verschiedene Strategien erproben. Außerdem hat irgendwo auch die dunkle Seite befriedigt. Alle Gegner niedermachen, auch mal 'nen Atomkrieg führen, also richtig die Sau rauslassen, das war schon cool. :devilish::D

Platz zwei geht an Zelda - a link to the past (SNES), weil es seinerzeit mein erstes Action-Adventure war, welches mich durch seine grandiose Atmosphäre und Spielbarkeit richtig tief in seinen Bann gezogen hat und ich hierdurch meine Liebe zu diesem Genre entdeckt habe. :love:

Platz drei geht an die ganzen Super Mario-Spiele, die mich schon auf dem NES begeistert haben und die tatsächlich ja eine Weiterentwicklung von Donkey Kong waren, einem Uralt-Klassiker, den ich damals schon sehr gerne zu Atari-Zeiten gespielt habe. Seitdem zählen Jump'n Runs insgesamt auch zu meinen Lieblingsgenres. :)


Civilization wäre sich auch so ein Spiel, wo ich einen halben Roman verfassen könnte :D Seltsamerweise war auch das Liebe auf den zweiten Blick. Ich habe es zuerst bei meinem Onkel angeschaut, der davon begeistert war. Aber als Zuschauer ist dieses Spiel einfach nichts. Änderte sich dann recht schnell als ich Teil 1 auf dem Amiga selbst spielen dürfte; rückwirkend wohl neben Sensible World of Soccer das meistgespielte Spiel bei mir auf dem Amiga. Auch Teil 2 konnte mich sehr lange begeistern, wie auch der dazugehörige DLC "Fantasy Worlds". Den dritten Teil habe ich dann nicht mehr so oft gespielt, was sich aber beim vierten auch schnell wieder geändert hat.

Für mich ist diese Reihe wirklich der Inbegriff von "nur noch diese eine Runde"... :D
 
Eredon

Eredon

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Das ist wirklich ein interessantes Thema und nicht einfach zu beantworten.

Bei mir sind es quasi eine Spielserie und ein einzelnes Spiel, diese Spiele haben ich in der Kindheit gesuchtet. Wobei "mich in den Bann gezogen" besser passen würde, wenn ich drüber nachdenke.

Ich habe Jahre (auch heute noch) mit einer Spielserie Namens "Starflight" verbracht, hierbei handelt es sich um zwei Teile die im aktuellen Universum spielen.

Starflight erschien etwa um 1986, ich habe das Spiel über Kollegen als Sicherungskopie erhalten. Wobei damals war das kopieren von Spielen nicht wirklich illegal, es war schlicht und einfacher nicht ernsthaft geregelt.
In den großen Ferien haben wir angefangen Starflight zu spielen, Diplomatie zu betreiben, andere Völker anzugreifen und wilde Schlachten zu führen. Auf den unterschiedlichen Planeten und Sonnensystem fanden wir erste Hinweise auf einige Kolonien der NOAH Organisation. Auf den Planeten konnte man landen, die Oberfläche erkunden und dabei alte Städte finden inklusive Hinweise auf andere Sonnensystem oder Rassen, nebenher hat man Rohstoffe gesammelt um diese zu verkaufen. Mit der Zeit hat man seine Waffen verbessert und natürlich auch seine restliche Ausrüstung, man konnte immer weiter den Weltraum erforschen. Leider schränkt einem der eigene Antrieb ein, man hatte eben nur eine bestimmte Menge Treibstoff dabei. Grund der eigenen Mission ist das ausfindig machen von Planeten die besiedelt werden können, man entdeckt mit der Zeit die Zerstörung von Sonnensystemen. Man findet immer mehr Hinweise das Sonnen die eine Supernova vergehen. Zm

Tja, den ersten Teil haben wir mit 3 Leuten vor dem Fernseher innerhalb von 6 Wochen durchgespielt. Zum Glück hatten wir damals Sommerferien ^^ Es ist schon erschreckend wie viel Zeit wir in die Spiele investiert haben, wobei heute ist es auch nicht besser.

Einige Zeit später erschien "Starflight 2 - Trade Routes of the Cloud Nebula" dies muss so um 1989 gewesen sein, ein paar Jahre älter und nicht weniger Irre haben wir uns wieder in unserer "Spielgruppe" getroffen und auch hier haben wir abwechselnd vor dem Computer, in diesem Fall ein Amiga 500, gehockt und gespielt. Der zweite Teil ist noch größerer, die Story war natürlich noch komplexer und die Raumschiffe konnten noch extremer gepimpt werden. Der zweite Teil setzt nahtlos am ersten Teil an. Die Menschheit hat überlebt und die Geschichte wird spannend weitererzählt. Auch hier haben wir eine halbe Ewigkeit vor der Kiste gehangen und im Drei-Mann-Team feindliche Raumschiffe geplättet und diplomatische Verwicklungen geschaffen und unschuldige über den Fluss Styx geschickt.

Man sollte vielleicht anmerken das Starflight als Serie für spätere Spiele wie Mass Effect die Weiche gestellt hat. Viele Features wie eine realistisches Universum wurden erstmals in diesen Spielen erschaffen.

Ambermoon ist eines der spannendsten Rollenspiele in 3d Optik, erchienen ist es nur auf dem Amiga (auf, wenn ich mich recht entsinne 3´5 Zoll x 50 Disketten). Dieses Spiel habe ich mehrfach durchgespielt, immer wieder und wieder. Für dieses Spiel habe ich mir extra einen Controller und eine Festplatte gekauft, dies war beim Amiga eher unüblich. Mit viel rumtricksen habe ich das Kickstart beschissen und habe es vollständig von Festplatte spielen können. Die Kosten sind allerdings horrende gewesen, als Schüler hatte man nicht mal eben 900 DM auf Tasche.

Eine tolle Nachricht habe ich vor wenigen Woche erhalten, Brian Fargo (inXile Entertainment / Wasteland 2 / Torment) möchte eine Crowdfounding Kampagne starten und Geld für Starflight 3 sammeln. Leider hat sich das private Starflight 3 Projekt über die Jahre nicht wirklich entwickelt. Viele der Entwickler habe die Arbeit nur in der Freizeit erledigt und entsprechend wenig Progress gab es über die Jahre.
 
StephanKo

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@Eredon Sehr schön geschrieben :) An Starflight auf dem Amiga erinner ich mich noch recht gut. Einerseits, da mein Onkel das öfters mal gespielt hat und ich zugeschaut habe, andererseits weil ich es immer noch auf meiner "Muss ich unbedingt mal spielen Liste" habe. Damals erschien es mir trotz des interessanten Hintergrunds zu komplex, ist dann irgendwie in Vergessenheit geraten. Vielleicht komme ich zu meiner Rente mal dazu ;)


Womit ich auch gut auf eine weitere Spieleliebeserklärung übergehen kann, Civilization 1 auf dem Amiga. Denn auch das hat mein besagter Onkel seinerzeit regelmäßig im Diskettenschacht gehabt und ich zugeschaut, was dann auch meine ersten Berührungspunkte mit diesem Klassiker waren. Und die waren nicht gerade positiv. Als Zuschauer kam mir das einfach nur verdammt langweilig vor. Hinzu kam, das ich selbst erst kurze Zeit einen Amiga hatte und das sah mir viel mehr nach C-64 Basic Grafik aus. Einfach uninteressant. Somit dürfte dies auch das Spiel sein, was ich zu Anfang am meisten fehl eingeschätzt habe.

Dank Sicherheitskopie *hüstel* landete das dann irgendwann auch in meinem Laufwerk. Ich hatte ja ein paar Ersteindrücke vom Zuschauen mitgenommen und wusste so grob was zu tun war, auch der Kopierschutz (in bester Microprosetradition; tolles Buch als Anleitung und Kopierschutz in einem) war jetzt mit ein wenig Versuchen gar nicht so unüberwindbar. Wirklich erfolgsgekrönt waren die ersten Versuche aber nicht; die Städte habe ich meist viel zu nah aneinander gebaut, Bewässerung und Straßen waren mir fremd und die Städte produzierten meist nur Einheiten. Einziger Grund meines Überlebens der ersten Spielversuche war wohl der niedrig gewählte Schwierigkeitsgrad.

Trotzdem ließ mich das Spiel ab dem ersten selbst spielen nicht wirklich los; irgendwie musste das doch besser gehen, eine Runde mache ich noch, etc. Der Rest ist dann Geschichte, das Spiel übernahm einen Dauerplatz in meinem Laufwerk :D Mit der Zeit habe ich es dann selbst nochmals gekauft (und das, da ich damals im Gegensatz zu heute so gar nicht pfleglich mit meinen Sachen umgegangen bin, mehr als einmal) und auch mehr Zeit in das Handbuch investiert, womit das meiste dann auch mehr Sinn ergab. Die Städte wurden größer, die Wissenschaft besser, der Spielspaß wuchs.

Anfangs hab ich meist die Erde genommen, mit den bösen Deutschen; gern aber auch mal die Amerikaner und dann versucht Europa zu erobern. Diplomatie gabs damals schon, aber die war eher auf ein wenig Tauschhandel, Frieden und Krieg ausbasiert. Bei den Russen und Mongolen konnte man sich ja eh recht sicher sein das der Frieden nicht lange währt, gerade mit den Deutschen hatte ich da immer so meine Probleme.

Erinnerungswürdig blieb mir da ein Spiel bei dem ich auf einer Zufallskarte mit gerade mal noch zwei Städten irgendwie noch die Kurve bekommen habe. Oder eines, bei dem ich tatsächlich mal eine recht große Seeschlacht gegen den Computer gewonnen habe. Oder die berühmt berüchtigte Phalanx, die, wenn man sie einmal auf einem Berg befestigt hatte, für lange Zeit nahezu unzerstörbar wirkte. Ganz zu schweigen von Schlachtschiffen die in der Stadt stationiert waren :D

Auch erinner ich mich gut an eine fehlerhafte (im Handel gekaufte Version), in welcher der Computer grundsätzlich immer nur eine einzige Einheit als Abwehr in seinen Städten hinterlassen hat; egal welche Nation oder welcher Schwierigkeitsgrad.

Civilization 1 blieb lange mein Lieblingsspiel im Diskettenschacht. Zunächst am Amiga, später einiges schneller dann auch am PC. Einige Jahre später habe ich dann die SNES Version per Emulator nachgeholt, welche nur in Japan und Amerika rauskam, mein Liebling bleiben aber die Computerversionen.

Der Reihe bin ich bis heute treu geblieben, wobei neben Teil 1 besonders der in allen Belangen überlegende zweite sowie vierte Teil der Reihe mich immense Zeit meines Lebens gekostet haben :D Selbst den Erstling kann man auch heute noch bedenkenlos für eine kurze Runde spielen. Er ist natürlich längst nicht so umfangreich wie spätere Teile, was für eine kurze Runde zwischendurch aber eher ein Vorteil sein kann. Einfach ein großartiges Stück Computergeschichte :)
 
StephanKo

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Meine nächste Liebeserklärung geht an Sensible World of Soccer, seinerzeit auf Amiga und PC erhältlich.

Zu Zeiten bevor EA Sports damit begonnen hatte die kompletten Lizenzen zu kaufen und mit PES eigentlich auch nur noch eine Konkurrenzmarke gibt, war die Auswahl von Fussballspielen für die Heimcomputer um ein Vielfaches größer. Highlights früherer Tage waren solche Spiele wie International Soccer auf dem C-64 (von dem es selbst eine -gehackte- Version mit Rollstuhlspielern gab) oder auch Microprose Soccer, welches neben dem klassischen Modus auch einen 5-a-Side Modus bot, also das amerikanische Fussball seinerzeit.

Enwickler von Microprose Soccer war eine Firma namens Sensible Software, die sich gerade auf dem Amiga in den folgenden Jahren einen gewissen Kultstatus einhandeln konnte. Nicht ganz unerheblich an diesem Status waren auch die Nachfolger von Microprose Soccer, namentlich Sensible Soccer genannt. Das gabs in über die Jahre in mehreren Versionen (European, International) und war quasi ein nettes Arcadefussball in Magergrafik; aber mit enormen Spielspaß :D

Mitte der 90er kam dann Sensible World of Soccer raus. Grafisch weiterhin Magergrafik, bot das Spiel eine Unmenge von realen Team- und Spielernamen mit zig Ligen; selbst solche Exoten wie Indien oder Südafrika waren dabei :D Man wählte sich nun ein Team seiner Wahl aus und hatte nun über einen Zeitraum von 20 Saisons die Möglichkeit selbst Kellertruppen in die höchste Liga zu bringen, ab der Version 95/96 gabs auch die Möglichkeit den Nationaltrainerposten zu übernehmen.

Neben den Spielen selbst gab es auch einen recht einfach gehaltenen Managermodus, bei dem man Spieler kaufen und verkaufen konnte sowie darauf achten musste nicht zu stark ins Minus zu rutschen..was durchaus einen Rauswurf zur Folge haben konnte, genau wie eine zu schlechte Position in der Liga.

Der Umfang des Spiels war schon fast legendär. Soviele originale Spieler und Mannschaften gabs vorher, und auch danach nicht mehr. Immer wieder schaute man nach neuen Spielern für seine Mannschaft, die auch noch alle unterschiedliche Charakterwerte wie Geschwindigkeit, Ballverhalten oder Schusskraft hatten. Das gab dem Spiel noch das eine extra Motivation, was dazu führte das dafür viele Abende und Nächte meines Lebens draufgingen. Meine ersten Gehversuche waren zwar eher bescheiden...glaub in Hannover wurde ich gefeuert, bekam einen Job in Portugal um dann später in der zweiten englischen Liga bei einem Verein namens Huddersfield zu landen..für mich damals vollkommen unbekannt sind die heute ja in der ersten englischen Liga und versuchen den Abstieg zu vermeiden. Dank Sensible World of Soccer das Team meiner Wahl in England... :D Gerade die englische Liga war eine Herausforderung; man konnte Teams auf vier Ligen nehmen und mit diesen dann bis in die oberste aufsteigen. Da haben sich mir mit Huddersfield dann teils wirklich dramatische Matches ergeben und mein Gravis Gamepad musste da auch das ein oder andere aushalten ;)

Auch in Zeiten eines Fifa oder PES ist Sensible World of Soccer noch überaus beliebt. Es gibt sowohl internationale Turniere, sowohl on- als auch offline sowie angepasste Versionen für Amiga und PC mit Aktualisierungen der Teams und Ligen. Wer sich dafür interessiert, der sollte mal sensiblesoccer.de besuchen :)

Zu kaufen gibts das Spiel auch heute noch; entweder über gog.com für den PC oder aber für die Xbox dank Abwärtskompatibilität. Wobei gerade zweitere leider das Problem der Spieler- und Teamdatensätze hat; das mit den Teams aus den 90er Jahren ist ja eigentlich nicht verkehrt, nur haben die dort keine reelen Spieler und Teamnamen mehr..die Lizenzproblematik halt..

Auch heute wage ich da ab und an immer mal wieder ein Spielchen :) Sicher kommt das nicht mehr an die Perfektion heutiger Fussballsimulationen dran, das war aber selbst damals nicht der Fall. Sensible World of Soccer ist ein einfach gehaltenes Actionfussballspiel, ein Gamepad und ein Knopf sind da vollkommen ausreichend :D

Letztes Jahr haben einige Jungs des alten Sensible Softwareteams sich an einer Neuauflage namens "Sociable Soccer" versucht, was aber leider misslungen ist. Man hat versucht die Einfachheit des Spiels zu bewahren, aber da stimmt weder der Spielfluss noch die Spielbarkeit. Für PC ist es auf Steam zu bekommen, Umsetzungen für Konsolen sollten folgen dieses Jahr, da sieht es aber wohl eher düster mit aus.
 
Sgt Schnauzbart

Sgt Schnauzbart

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Sehr schön, diese Erinnerungsrubrik. Bei aller Begeisterung über Story und Grafik des neuen RDR2 haben mich die Schwächen zur Erinnerung an den Vor-Vorgänger verleitet, die ich mit einem Tweet plus Video ausgedrückt habe:

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